Nie wieder verwackelte Fotos

Aug 01

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Die meisten ambitionierten Fotografen kennen das Problem der unscharfen und verwackelten Fotos. Ein Hauptgrund für verwackelte Fotos sind unzureichende Lichtverhältnisse während der Aufnahme. Dem Fotografen standen bisher verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den Effekt zu verhindern. Oft haben die einzelnen Methoden jedoch auch wieder ihre Nachteile. Hier muss der Fotograf je nach Situation die Vor- und Nachteile gegeneinander abwegen.

Blitzlicht

Um die Lichtverhältnisse zu verbessern, benutzen die meisten Fotografen ein zusätzliches Blitzlicht. Meistens ist die Form aber die schlechteste, da durch den Blitz der Kontrast und die Farben nachteilig verändern und das Bild meistens an Dimension verliert.

Filmempfindlichkeit (ISO)

Über die manuelle Einstellung des ISO-Wertes – was fast jede moderne Digitalkamera anbietet – besteht die Möglichkeit, Verwacklungen zu vermeiden. Je höher jedoch der ISO-Wert desto schneller und stärker tritt der Effekt des “Bildrauschen” auf. Bei einigen Kameras wird der Wert auch automatisch je nach den Lichtverhältnissen angepasst. Fälschlicherweise verkaufen die Hersteller diese Funktion teilweise als Bildstabilisator.

Unterbelichtung

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen habe ich teilweise gute Ergebnisse erzielt, wenn ich Fotos mit Absicht teilweise unterbelichtet habe. Die funktioniert natürlich nur bei Kameras, wo der Blendenwert und die Belichtungszeit manuell eingestellt werden kann. Vor allem in der Konzertfotografie wird dieser Effekt gewollt eingesetzt.

Bildstabilisatoren

Mit Hilfe von kleinen Motoren gleichen einige Kameras und Objekte die Bewegungen des Fotografen wieder aus. Durch diese Methode können bis zu zwei Blendenstufen eingespart werden. Unterschieden wird bei den Bildstabilisatoren zwischen Optischen, Elektromechanischen und Elektronischen Bildstabilisatoren.

Software

Nun gibt es noch eine neue Möglichkeit. Die nachträgliche “Schärfung” der Fotos per Software. Forscher vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory haben einen Algorithmus entwickelt, der verwackelten Fotos den Garaus machen soll. Dabei kann der Algorithmus zwischen Verwacklungsunschärfe und der gewollten Bewegungsunschärfe unterscheiden. Das neue Verfahren soll bessere Ergebnisse hervorbringen, als der “Anti-Verwacklungsfilter” von Adobe Photoshop. Weitere technische Details sind in einem Begleitpapier veröffentlicht.

Via Golem

Das Bild zeigt den Vorher/Nachher-Effekt auf einem verwackelten Foto mit dem neu entwickelten Algorithmus:

Demonstrationsfoto des neuen Algorithmus

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Der Autor

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Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
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In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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