Gedanken zu Mozillas Geode

Okt 16

Achtung: Dieser Beitrag ist schon etwas älter.
Es kann sein, dass sein Inhalt nicht mehr aktuell ist, Links veraltet sind oder dass auch niemand mehr auf neue Kommentare antwortet.

Logo von Geode Bisher ist der Einsatz von Geolocation nicht so richtig aus den Startlöchern gekommen. Und das, obwohl mit dem Wissen des Aufenthaltsortes des Benutzers viele Dienste im Internet aufgewertet werden können. Einen relativ frühen Einsatz von Geolocation auf dem Computer hatte Plazes angeboten. Dort konnte über ein Tool der aktuelle Standort hinterlegt werden. Anhand der IP-Adresse des Routers, konnte dieser Standort vom Programm wiedererkannt und an den Dienst gemeldet werden. Mehr als die Veröffentlichung seines Standortes im Internet ist jedoch nicht möglich gewesen.

Die Vorzüge der Geolocation wurden bisher nur in Premium-SMS-Diensten wirklich eingesetzt. In einer fremden Stadt brauchte man nur z.B. das Wort »Restaurant« an eine bestimmte Nummer schicken und schon erhielt man eine Liste von Restaurants in seiner Nähe. Und das alles ohne vorher herauszufinden wo man sich genau befindet und dieses einzugeben. In Zukunft glaube ich, dass wir diese Art von Anwendung auch immer mehr im Internet wieder finden werden.

Ein Schritt in diese Richtung hat in diesen Tagen Mozilla mit Geode gelegt. Mozilla setzt damit an einen wichtigen Punkt an, damit Geolocation der Durchbruch im Internet gelingen kann. Einen weiteren Grundstein dafür legt derzeit das W3C mit einer entsprechenden Spezifikation. Trotzdem muss an einer Stelle der aktuelle Standort des Anwenders erfasst, die anfragenden Dienste verwaltet und der Standort letztendlich an diese Dienste übermittelt werden. Dies übernimmt Geode. Das ist wichtig, denn nichts wäre für den Anwender lästiger, als das sein Standort an mehreren Stellen ermittelt wird. In zukünftigen Versionen des Firefox soll Geode zudem ein fester Bestandteil werden.

Mittels Geode lässt sich auch recht fein steuern, welche Daten an die jeweiligen Dienste übertragen werden soll. So ist es jedem Nutzer möglich zu entscheiden, ob ein Dienst auf seinen aktuellen Standort zugreifen darf und wie genau der Standort ist (Exakter Standort, Nachbarschaft, Stadt).

Ich glaube das von Geolocation im Internet in Zukunft immer mehr gebrauch gemacht wird. In Zukunft werden wir wohl auf Anhieb das aktuelle Wetter an unserem Standort angezeigt bekommen, ohne erst auf einer Wetterseite selbst den Ort eingeben zu müssen – oder Restaurants, oder den nächstgelegenen Art, oder oder oder… Denkbar sind viele Integrationsmöglichkeiten, die jetzt nur noch in die Praxis umgesetzt werden müssen.

Abonniere den RSS-Feed für weitere Webdesign Tutorials und Artikel.

Bisher 2 Kommentare

Avatar des Kommentators Peter 17 Okt 08

Möglich werden dadurch aber auch Überwachungs- und vor allem Tracking-Szenarios. Wenn Cookies, IP-Nummern und Geokordinaten nicht strikt getrennt erfasst werden – und vor allem getrennt bleiben – wäre es zum Beispiel über einen Wetterdienst möglich ein Bewegungsprofil eines Besuchers zu erstellen.

Avatar des Kommentators Christian Beier 17 Okt 08

Diese Problematik besteht jedoch fast überall, wo Daten erfasst werden. Dies ist kein spezielles Problem von Geolocation.
Zudem lässt Mozilla Geode dem Anwender die Kontrolle über seine Daten behalten. Nur er bestimmt, wer diese Daten erhält. Zudem bin ich der Meinung das die meisten Anwendungsszenarien gar nicht erfordern (wie z.B. bei einem Wetterdienst), dass die Geodaten auch gespeichert werden müssen.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtfeld

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Der Autor

Bild des Autors Christian Beier

Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
Mehr zur Person …

In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

Tags

Aktuelle Beiträge

Aktuelle Kommentare

Twitternachrichten