Adobe veröffentlicht Photoshop Express

Mrz 27

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In einer ersten Beta-Version hat Adobe heute die kostenlose Variante von professionellen Bildbearbeitungsprogramm Photoshop veröffentlicht. Die Anwendung mit dem »Photoshop Express« muss nicht erst installiert werden, sondern läuft komplett im Browser – kostenlos.

Screenshot von Photoshop Express

Klar ist, dass die Express-Variante dem großen Photoshop nicht das Wasser reichen kann. Trotzdem finde ich das Funktionsangebot schon sehr groß, so dass die grundlegendsten Bildbearbeitungen damit sehr gut ausgeführt werden können. Auch kleinere Diashows lassen sich mit Photoshop Express ohne Probleme realisieren.

Nach einer kostenlosen Registrierung stehen 2 Gigabyte Speicherplatz für die eigenen Fotos zur Verfügung. Diese können in Alben verwaltet werden, welche wahlweise auch öffentlich zugängliche gemacht werden können. Zusätzlich wird der Speicherplatz dazu benötigt, um die bearbeiteten Bilder abzuspeichern.

Die Funktionen in der Bildbearbeitungsoberfläche sind solide. Angeboten werden Funktionen wie Beschneiden und Rotieren, automatische Bildoptimierung, Entfernung von roten Augen, Schärfeeinstellungen, Farbanpassungen und verschiedene Effekt-Filter. Die Bedienung der einzelnen Funktionen ist sehr einfach und rudimentär gehalten. Bei den meisten Funktionen werden verschiedene Alternativen zur Auswahl gestellt und der Anwender braucht nur noch eine auswählen. Monatlich sollen weitere Funktionen ergänzt und die Anwendung verbessert werden.

Beim Import der Fotos bleibt der Nutzer nicht nur auf die eigene Festplatte beschränkt. Es kann auch zu Picasa, Photobucket und Facebook connected werden.

Derzeit ist Photoshop Express nur in englischer Sprache verfügbar. Nach offiziellen Angaben von Adobe ist der Beta-Test derzeit auch nur auf den US-Markt beschränkt. Es gibt aber keine Kontrollmechanismen, so dass auch Nutzer aus Deutschland das Online-Photoshop ohne Einschränkungen testen können. Und für Leute die sich nicht gleich anmelden wollen, gibt es ein Test Drive mit Beispielfotos.

Für die Realisierung von Photoshop Express sind übrigens die beiden Technologien Flex und Flash zum Einsatz gekommen. Die Entwicklungszeit betrug etwas über ein Jahr.

Update 1: Wie ich gerade bei Spiegel Online lesen musste, lässt sich Adobe bei der Registrierung weitreichende Rechte an dem hochgeladenen Bildmaterial einräumen. Unter anderem darf danach Adobe »mit öffentlichen Foto der Nutzer Einnahmen erzielen«, die »Bilder reproduzieren, verändern, veröffentlichen und in anderen Materialien oder Arbeiten in jedem Format und Medium verwenden« und »das Bildmaterial an Dritte weiterlizenzieren«. Dies gilt weltweit und kann auch nachträglich nicht widerrufen. Unter diesem Gesichtspunkt bekommt der kostenlose Dienst doch einen falen Beigeschmack, da z.B. private Fotos nicht unbedingt auf einem Werbeplakat um die Ecke zu sehen sein sollen.

Update 2: Adobe möchte die Lage jetzt entschärfen und kündigt eine nachgebesserte Version der Geschäftsbedingungen an. Allerdings sollen die entsprechenden Klauseln nicht ganz verschwinden, sondern nur »entschärft« werden.

Website: www.photoshop.com/express

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Der Autor

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Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
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In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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