Feb 22
Nachdem wir Zensursula so einigermaßen überstanden haben, bricht auch schon das nächste Unheil über die freie Entwicklung des Internets in Deutschland herein. Denn derzeit wird auf Länderebene ein neuer Versuch gestartet, das hiesige, freie Internet auf chinesisches Niveau zu beschneiden. Gegen den aktuellen Versuch war das Zensursula-Vorhaben geradezu harmlos: Der Umfang der Beschränkungen waren auf dem Papier eher bescheiden und auch die technischen Vorkehrungen ein Witz. Zudem gab es damals von Beginn an, eine große öffentliche Debatte zu diesem Thema – nicht nur dank der Zensurgegner und der Piratenpartei. Aber auch die Politiker und Zensurbefürworter haben von diesem PR-Schlamassel gelernt.
So ist ganz heimlich, still und leise ein neuer Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) auf den Weg gebracht worden. Möglichst so, dass die Öffentlichkeit diese nicht wahrnimmt und damit keine öffentliche Diskussion stattfindet. Uhr ehrlich gesagt, die geplanten Änderungen sind auf dem Papier auch gar nicht so umfangreich. Doch dieser Schein trügt ziemlich, weil hier verschiedene Medien gleichgeschaltet werden sollen, die eigentlich kaum etwas gemein haben. Das führt in der Praxis zu einer sehr gefährlichen Situation: Den ganzen Beitrag lesen »
Okt 26
Immer deutlicher kristallisiert sich derzeit ein Trend über die zukünftige Benutzung des Internets ab. Dabei werden die Internet-Adressen an Relevanz verlieren und durch Such-Querys bzw. Stichwörter ersetzt werden. In der Praxis ist diese Entwicklung in einigen Anwenderschichten bereits angekommen: Nicht bei den Netz-Nerds, sondern zumeist bei denn »Internet-Anfängern«. Wenn ich zum Beispiel meine Eltern beim benutzen des Internets beobachte, stelle ich fest, dass diese ihre Ziel-Adresse nicht in das Adress-Feld in ihrem Browserfenster eingeben, sondern in die Suchbox der Google-Startseite. Dieses »Phänomen« wird in Zukunft allgemeingültig werden. Zudem wird die Eingabe der Ziel-Adresse immer reduzierter und vereinfacht werden.
Dieser Trend wird in Zukunft verstärkt von den Entwickler der Browser aufgegriffen werden: Google ist hier bereits Vorreiter und hat in seinem neuen Browser »Chrome« das Adressfeld bereits durch ein multifunktionales Suchfeld mit der Bezeichnung »Omnibox« ersetzt. Mit diesem Suchfeld lassen sich nicht nur Querys an die eingestellte Suchmaschine absetzen, sondern Websites können auch direkt angesteuert werden:

Je stärker sich Google mit seinem Browser am Markt durchsetzen kann, desto schneller wird sich der Trend weiter beschleunigen.
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Okt 16
Bisher ist der Einsatz von Geolocation nicht so richtig aus den Startlöchern gekommen. Und das, obwohl mit dem Wissen des Aufenthaltsortes des Benutzers viele Dienste im Internet aufgewertet werden können. Einen relativ frühen Einsatz von Geolocation auf dem Computer hatte Plazes angeboten. Dort konnte über ein Tool der aktuelle Standort hinterlegt werden. Anhand der IP-Adresse des Routers, konnte dieser Standort vom Programm wiedererkannt und an den Dienst gemeldet werden. Mehr als die Veröffentlichung seines Standortes im Internet ist jedoch nicht möglich gewesen.
Die Vorzüge der Geolocation wurden bisher nur in Premium-SMS-Diensten wirklich eingesetzt. In einer fremden Stadt brauchte man nur z.B. das Wort »Restaurant« an eine bestimmte Nummer schicken und schon erhielt man eine Liste von Restaurants in seiner Nähe. Und das alles ohne vorher herauszufinden wo man sich genau befindet und dieses einzugeben. In Zukunft glaube ich, dass wir diese Art von Anwendung auch immer mehr im Internet wieder finden werden.
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Aug 05
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