Zend Optimizer unter MAMP 2.x

Okt 26

Schon seit langem setzte ich für die lokale Entwicklung MAMP Pro ein. Mit der neuen Version 2.0 hat sich unter der Haube jedoch viel getan, so dass ich schon einige Male der Verzweiflung nah war. So auch jetzt wieder, als ich Zend Optimizer zum Laufen kriegen musste.

Mit MAMP 2.x wurde die Unterstützung von Zend Optimizer komplett entfernt und alle Komponenten von MAMP laufen nun mit 64bit. Da es denn Zend Optimizer für Mac OS X jedoch nur als 32bit Variante gibt, haben wir schon mal ein Problem.

Zuerst muss jedoch Zend Optimizer installiert werden. Die benötigte Datei findet man bei Zend. Übrigens, ich hasse Zwangsregistrierungen, nur um an einen Download zu kommen!

Anschließend kopiert man die Datei ZendOptimizer.so (nach dem Entpacken zu finden unter data/5_2_x_comp/ZendOptimizer.so) in das Verzeichnis /Applications/MAMP/bin/php5.2.17/modules .

Nun muss in der php.ini noch Folgendes ergänzt werden:

zend_optimizer.optimization_level=15
zend_extension=/Applications/MAMP/bin/php/php5.2.17/modules/ZendOptimizer.so

Teilweise tritt folgende Fehlermeldung auf:

Failed loading /Applications/MAMP/bin/php/php5.2.17/modules/ZendOptimizer.so:  (null)

Dann sollten die Execute Rechte der Datei wie auch die Datei Xattributes (mit xattr) überprüft werden.

Nun aber zum eigentlichen Problem. Auch wenn bisher alles problemlos verlief, wird PHP unter MAMP den Zend Optimizer nicht erkennen und unsere Anwendung (in meinem Fall Shopware) wird weiter herummeckern, dass der Zend Optimizer fehlt. Das liegt wie gesagt daran, das unter MAMP 2.x der Apache unter 64bit läuft, und entsprechend den 32bit Zend Optimizer nicht verarbeiten möchte.

Hier hilft es nur, MAMP dazu zu bringen, den mitgelieferten Apache Webserver mit 32bit zu starten. Dazu muss die 32bit Variante jedoch erst aus der Multibinary Datei extrahiert und ein Symlink angelegt werden:

mv /Applications/MAMP/Library/bin/httpd /Applications/MAMP/Library/bin/httpd.64
lipo -thin i386 /Applications/MAMP/Library/bin/httpd.64 -output /Applications/MAMP/Library/bin/httpd.32
ln -s /Applications/MAMP/Library/bin/httpd.32 /Applications/MAMP/Library/bin/httpd

Nach einem Neustart von MAMP sollte nun der Apache mit 32bit laufen und der Zend Optimizer korrekt erkannt werden.

Zurückgewechselt werden kann zur 64bit Variante wieder mit:

rm /Applications/MAMP/Library/bin/httpd && ln -s /Applications/MAMP/Library/bin/httpd.64 /Applications/MAMP/Library/bin/httpd

Mein Testsystem: MAMP 2.0.5 unter Mac OS X 10.6.8 (Snow Leopard).

Eigenentwicklung vs. Standardsoftware

Mrz 17

Vor der Entwicklung einer umfangreichen Website oder Community steht am Anfang immer die Frage: Soll das System komplett selbst entwickelt werden (Individuallösung) oder auf eine fertige Lösung – die meist nur noch angepasst werden muss – zurückgegriffen werden. Diese Entscheidung klingt einfach, kann aber im weiteren Betrieb weitreichende Auswirkungen und Konsequenzen auf die Erweiterbarkeit, Kosten und den wirtschaftlichen Erfolg eines Projektes haben. Welche Entscheidung nun die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Welche Funktionen muss das System / die Website besitzen?
  • Was sind die relevanten Anforderungen und was ist »nice to have«?
  • Wie sind die Randbedingungen (einen Server, welche Programmiersprache, etc.)?
  • Welches Budget und Zeit für die Realisierung stehen zur Verfügung?

Diese Punkte sollte noch vor einer Entscheidung vollständige geklärt und mit allen Projektbeteiligten abgestimmt sein.

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Nächster Halt: Ruby on Rails 3.0

Mrz 09

Mit Rails 3.0 ist ein großes, neues Release für das beliebte Ruby Framework im Anmarsch. Neben vielen Fehlerbehebungen gibt es auch viele neue Funktionen und Verbesserungen. Eine der größten Neuerung ist wohl die neue Abfragesprache für Active Record. Dazu gibt es einen verbesserten Router, der besonders gut RESTful Anwendungen abbilden kann und eine neue Mailer API. Mit dieser können dann auch endlich Multipart Nachrichten ohne Bauschmerzen versendet werden.

Die aktuelle Beta von Rails 3.0 ist noch nicht für produktive Anwendungen geeignet. Aber um sich schon einmal mit den neuen Möglichkeiten und Funktionen vertraut zu machen, kann ein früher Blick sicherlich nicht schaden. Zu beachten ist jedoch, dass die aktuelle Version und die neue Vorabversion von Ruby (als Grundlage für Ruby on Rails) nicht zeitgleich betrieben werden können. Daher ist die Installation über RVM (Ruby Version Manger) zu empfehlen.

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Hobo 1.0: Mehr Spaß mit Ruby on Rails

Mrz 08

Wer dachte, mit Ruby on Rails lassen sich Webanwendungen schon schnell und einfach entwickeln, hat bisher noch nicht von Hobo gehört. Hobo ist eine Erweiterung für Rails (in Form eines Gem) und bringt viele praktische Dinge mit, die den Entwickleralltag erleichtern: z.B. fertig eingerichtete Authentifizierung, Rechtesystem, AJAX-Interface, …

Aktuell liegt Hobo in der Version 1.0 vor und hat den Stable Status erreicht. Somit kann Hobo ohne größere Bedenken auch produktiv eingesetzt werden. Die Erweiterung eignet sich sowohl für das schnelle Prototyping, wie auch für komplette Anwendungen. Mitgebracht wird eine eigene Markup Sprache: DRYML (»Dont Repeat Yourself Markup Language«). Diese hilft dabei, die Entwicklung von Templates zu abstrahieren und stark zu beschleunigen.

Sehr schön finde ich auch, dass sich die Entwickler nicht nur rein auf Hobo konzentriert haben, sondern mit »Hobo Cookbook« auch gleich eine sehr hilfreiche Ressource geschaffen haben. Im Cookbook befinden sich sich praktische Codeschnipsel und Hilfestellungen für die Arbeit mit Hobo.

Für den Einstieg in Hobo ist auch der 18-minütige Screencast bei Vimeo sehr zu empfehlen. Und wer sich erst von den Ergebnissen – die mit Hobo erreicht werden können – überzeugen möchte, schaut am besten in der Galerie vorbei.

Praktische Ressourcen zum Einstieg in Git zur Versionsverwaltung

Jun 06

Systeme zur Versionsverwaltung von Quellcode sind sehr praktisch, um die Entwicklung von Webprojekten nachvollziehen zu können und bei mehreren Entwicklern einen Überblick über die Änderungen zu behalten. Eine sehr weit verbreitete Software dafür ist Subversion, welche ich bisher auch ausschließlich verwendet habe.

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen mich mit einer neuen Software für diese Aufgabe zu beschäftigen: Git. Git hat einen etwas anderen Ansatz als Subversion, was seine Vorteile hat, aber auch ein bisschen mehr Verständnis über die Funktionsweise erfordert, da der Workflow etwas komplexer sein kann. Denn bei Git läuft nicht alles über einen zentralen »Subversion-Server«, sondern dezentral und jede Repository läuft bei Git erst einmal eigenständig.
Die folgenden Links und Ressoucen haben mir dabei geholfen, mich in Git einzuarbeiten. Gerade die Cheatsheets sind sehr hilfreich, gerade zum Nachschlagen von Befehlen.

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Entwurfsmuster für soziale Interfaces

Nov 26

»Designing Social Interfaces« ist ein Wiki zum zukünftigen Buch von Christian Crumlish und Erin Malone indem sie Pattern für die Entwicklung von sozialen Interfaces zusammentragen. Design Patterns können die Entwicklung von Software insbesondere bei allgemeinen Problemen stark vereinfachen und elegante Lösungsansätze aufzeigen. Sie helfen zudem, Fehler im Interface Design zu vermeiden, die andere schon gemacht und bereits Lösungen gefunden haben.

Espresso: Neues Webentwickler-Tool für Mac

Sep 23

Icon des Programmes »Espresso« Aus dem Hause MacRabbit soll demnächst ein neues Werkzeug für Webentwickler erscheinen, welches treffenderweise auf den Namen »Espresso« hört. Das Programm soll wohl eine Ergänzung zu ihrem bisherigen Programm CSSEdit darstellen, mit dem sich CSS-Dateien erstellen und bearbeiten lassen. Eine ähnliche Lösung wurde mit »Coda« vor über einem Jahr aus dem Hause Panic veröffentlicht.

Die besonderen Vorzüge von Espresso soll die klare Strukturierung des Quellcodes, eine Live-Vorschau, ein integriertes FTP-Programm und umfangreiche Synchronisationsmöglichkeiten sein. Eine standardmäßige Snippet-Funktion ist natürlich auch integriert. Unterstützt wird HTML, XML, CSS und JavaScript. Interessant ist die Möglichkeit, Espresso mit »Suggar«-Plugins zu erweitern.

Geplant ist die Veröffentlichung im November. Wer vorher schon einmal etwas Espresso probieren möchte, kann sich als Betatester bewerben.

Der Autor

Bild des Autors Christian Beier

Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
Mehr zur Person …

In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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