Persönliches Fazit zum PolitCamp 2010, Berlin

Mrz 23

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin das PolitCamp 2010 im »Radial System V« (Berlin) statt. Gleich vorneweg: Die Location und auch die Aussicht ist super und wirklich zu empfehlen. Zwei Tage nach dem PolitCamp hier meine ganz persönlichen Eindrücke in Kurzform:

  • Noch einmal zur Location: Die Räume dort sind angenehm groß und trotz der hohen Anzahl der Teilnehmer fand man auch immer problemlos einen vernünftigen Sitzplatz. Stehen oder auf dem Boden sitzen musste ich jedenfalls in keiner einzigen Session. Auch für eine vernünftige Stromversorgung wurde dank der »Netzsteckers« gesorgt. Meine vorsorglich mitgebrachte 10 Meter Stromleitung konnte jedenfalls im Rucksack bleiben. Daumen hoch dafür.
  • Wie bei einer solchen Veranstaltung üblich, ist das WLAN instabil und langsam.  Ständig ist man rausgeflogen und musste sich erneut einloggen. Zudem war es kriechend langsam. Aber da man das ja eigentlich vorher schon weiß,  und ich mich entsprechend vorbereitet habe, war dies für mich jetzt nicht besonders tragisch. So war der Nervfaktor bei mir zumindest nach 10-Minuten erledigt. Den ganzen Beitrag lesen »

JMStV: Staatsvertrag bedroht die Entwicklung des freien Internets

Feb 22

Nachdem wir Zensursula so einigermaßen überstanden haben, bricht auch schon das nächste Unheil über die freie Entwicklung des Internets in Deutschland herein. Denn derzeit wird auf Länderebene ein neuer Versuch gestartet, das hiesige, freie Internet auf chinesisches Niveau zu beschneiden. Gegen den aktuellen Versuch war das Zensursula-Vorhaben geradezu harmlos: Der Umfang der Beschränkungen waren auf dem Papier eher bescheiden und auch die technischen Vorkehrungen ein Witz. Zudem gab es damals von Beginn an, eine große öffentliche Debatte zu diesem Thema – nicht nur dank der Zensurgegner und der Piratenpartei. Aber auch die Politiker und Zensurbefürworter haben von diesem PR-Schlamassel gelernt.

So ist ganz heimlich, still und leise ein neuer Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) auf den Weg gebracht worden. Möglichst so, dass die Öffentlichkeit diese nicht wahrnimmt und damit keine öffentliche Diskussion stattfindet. Uhr ehrlich gesagt, die geplanten Änderungen sind auf dem Papier auch gar nicht so umfangreich. Doch dieser Schein trügt ziemlich, weil hier verschiedene Medien gleichgeschaltet werden sollen, die eigentlich kaum etwas gemein haben. Das führt in der Praxis zu einer sehr gefährlichen Situation: Den ganzen Beitrag lesen »

1. Webdemo gegen die Vorratsdatenspeicherung

Dez 12

Screenshot zur Webdemo

Am 14. Dezember sind alle Website-Betreiber dazu aufgerufen, sich an der ersten Webdemonstration gegen die geplante Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten zu beteiligen. Initiiert wird die Aktion vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung unter dem Motto “1949-2005 † Das Fernmeldegeheimnis ist unverletzlich – Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!”.

Wer sich an dieser Aktion beteiligen möchte, braucht lediglich einen kleinen JavaScript-Code in die eigene Website einbinden, welcher auf der Website der Aktion angeboten wird.

Für Menschen die keine eigene Website betreiben, gibt es trotzdem eine Möglichkeit sind an der Aktion zu beteiligen. Sorgt einfach dafür, dass in den Medien über die Aktion berichtet wird. Wie? Ebenfalls auf der Website der Aktion wird ein vorbereitetes Schreiben angeboten, welches an Zeitungen, Zeitschriften, Radio und das Fernsehen geschickt werden soll. Und das natürlich möglichst zahlreich.

Das deutsche Internet soll in die Bibliothek

Sep 30

Die Politik in Deutschland wird auch immer verrückter und praxisferner. Laut einem Bericht in der [HAZ][] ist am 22. Juni 2006 ein Gesetz in Kraft getreten, mit dem das deutsche Internet für die Nachwelt archiviert werden soll. Ansich eigentlich keine schlechte Idee. Nur ist die genaue Umsetzung doch sehr fern der Praxis.

Denn nach den Buchstaben dieses nun geltenden Werkes ist künftig jedermann aus Deutschland, wenn er Internet-Seiten veröffentlicht, dazu verpflichtet, sie zustzlich bei der Nationalbibliothek in Frankfurt am Main abzuliefern – und zwar binnen einer Woche, auf eigene Kosten, vollständig. Bei Zuwiderhandeln drohe eine Ordnungswidrigkeit von bis zu 10.000 Euro

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Der Autor

Bild des Autors Christian Beier

Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
Mehr zur Person …

In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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