Focus Online auch neu

Mrz 13

Nur mal kurz eingeworfen: Focus Online hat nun auch ein neues Gewand bekommen. Mehr dazu in den nächsten Tagen.

Die neue Welt Online

Feb 22

Lange ist er angekündigt und gestern ist er geschehen: Der Relaunch von Welt.de. Neben einem neuen Namen, einem neuen Aussehen sind auch eine Menge neuer Funktionen hinzugekommen, welche klar in Richtung Web2.0 gehen.

Screenshot von Welt Online

Die neue Website ist in die Breite gegangen und schafft somit mehr Platz für den Inhalt. Dieser zusätzliche Platz wurden dann auch dafür genutzt, die Artikel nebeneinander anzuordnen, als nur untereinander. Durch diesen Schritt wirkt die Website nicht nur moderner sondern ist auch erheblich übersichtlicher.

Auch an dem Farbkonzept von Welt.de wurde gearbeitet. Die neuen Farben sind nicht mehr so kräftig und kontrastreich. Trotzdem passen sie noch immer sehr gut zusammen und vermitteln einen seriösen Charakter. Zudem harmonieren die Farben gut mit dem Text und treten nicht zu sehr in den Vordergrund.

Was in meinen Augen aber nicht gut gelöst wurde, ist die Geschichte mit der Navigationsleiste. Auf der Startseite ist sie noch an der linken Seite angeordnet und vertikal. Auf den einzelnen Ressort-Seiten wird sie plötzlich horizontal, erhält ein “Ausklapp-Menü” und rutscht an den Anfang der Seite. Das schafft zwar mehr Platz für den Inhalt, verwirrt am Anfang jedoch. Eine solch wichtige Navigation sollte sich eigentlich immer an der selben Stelle befinden als herumzuwandern. Eventuell liegt die Wanderung der Navigation auch daran, dass die Ressorts nun wie als eine eigene Zeitung funktionieren sollen. Aber trotzdem ist das noch kein Grund mit dem User ein “Such-Mich”-Spielchen zu spielen.

Auch die Wahl der Schrift und hier insbesondere der Schriftgröße ist in meinen Augen nicht optimal. Die Artikel bestehen überwiegend aus einer Menge Text und ein wenig mehr Zeilenabstand und eine größere Schriftgröße würde für den Lesefluß sicherlich besser sein.

Meine Erwartungen an die neue Welt Online waren in Sachen Userkommunikation durch die Meldungen im Vorfeld recht hoch. Bisher hat sich die Kommunikation mit dem User auf Nachrichtenseiten mehr oder weniger auf vom Inhalt getrennte Foren beschränkt. Mit “Welt Online” sollte auch auf diesen Websites das Zeitalter der Kommentare eingeläutet und auf den Web2.0-Zug aufgesprungen werden. Allerdings sind die Verantwortlichen bei dem Sprung auf den Zug wohl etwas in stolpern gekommen, denn die Integration der Kommentare lässt ziemlich zu wünschen übrig.

Die Kommentare werden nicht, wie ich eigentlich erwartet habe, direkt unter dem Artikel angezeigt, sondern müssen erst durch einen zusätzlichen Klick auf “Kommentar” am Anfang/Ende der Nachricht sichtbar gemacht werden. Und selbst dann werden immer noch keine Kommentare angezeigt. Zu Gesicht kommt man nämlich erst einmal das Kommentarformular. Die eigentlichen Kommentare befinden sich unter diesem Formular.

Wenn schon so viel Wert auf die Kommentare gelegt wird, sollten diese auch sofort sichtbar sein und nicht so massiv versteckt werden. Dabei habe ich auch das Gefühl, dass sich die Welt bei diesem Schritt noch nicht so richtig getraut hat, Kommentare von User zuzulassen.

Und warum die Kommentare unter dem Formular stehen, wird mir auch nicht so richtig klar. Zumal es sich doch eingebürgert hat, dass die Kommentare über dem Formular stehen. Und das sollten eigentlich auch die Macher wissen. Alles andere ist einfach nur frustrierend für den Anwender.

Die neue Website verzichtet komplett auf Layout-Tabellen und arbeitet stattdessen mit Divs. Aber auch hier ist die Umsetzung leider nur halbherzig. An einigen Stellen werden unsinnige Tags verwendet, wo es in HTML eigentlich passendere Elemente für den jeweiligen Zweck gibt. Und auch an einigen Stellen wird die Trennung von Inhalt und Design nicht ganz durchgehalten. So lassen sich auf im HTML-Code teilweise auch Style-Anweisungen finden.

Auch der Validator ist mit der Seite nicht ganz zufrieden. Im Moment kreidet er 74 Fehler an, die zum großen Teil aber nicht sein müssten. Fast alle Fehler sind auf dem falschen schließen von dem “img”-Tag zurückzuführen. Ein wenig mehr Gründlichkeit hätte hier sicherlich nicht geschadet.

Fazit: Den Relaunch von “Welt Online” finde ich größtenteils gelungen. Nicht nur die Übersicht wurde verbessert, sondern die Bedienung der Website allgemein. Das Ergebnis trüben tun jedoch kleinere Details, die im positiven Gesamtbild störend wirken. Alles in allem, macht es jedoch Spaß die Website zu benutzen.

Manipuliert

Nov 04

In einem Video auf aish.com wird der Skandal um die Bildmanipulation von einem Reuters-Foto aufgegriffen und min mehreren manipulierten Fotografien dramatisiert. Obwohl es nicht richtig ist, sich die Realität zurechtzubiegen, bleibt den meisten Fotografen durch den finanziellen Druck fast nichts anderes übrig. Die Agenturen schreien nach exklusiven und spektakulärem Bildmaterial und die Konkurrenz ist groß. Je skrupelloser ein Fotograf mit dem Thema Bildmanipulation umgeht, desto besser.

Videoausschnitt

Petition: Gerechtigkeit für Anna Politkowskaja

Okt 30

Die Menschenrechtsorganisation “Reporter ohne Grenzen” hat zum Mord von Anna Politkowskaja eine Petition für die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission veröffentlicht. Diese kann noch bis zum 30.10.2006 unterzeichnet werden.

Wir fordern die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission, um die Wahrheit über den Mord an Anna Politkowskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau ans Licht zu bringen.

Wir fordern Gerechtigkeit durch eine Untersuchung, die mit größter Transparenz durchgeführt wird.

Wir fordern ein Ende der Straflosigkeit für Mörder von Journalistinnen und Journalisten in Russland.

[Die Petition läuft bis zum 30.10. und wird danach bei den Vereinten Nationen, dem Europarat und der OSZE eingereicht.]

Die Petition kann hier unterschrieben werden.

augenzeuge.de – Bürgerjournalismus für Fotos

Aug 18

Internet-Plattformen wo Menschen ihre Bilder zeigen und verwalten können gibt es viele. Auch Medien haben dies für sich entdeckt und bieten eigene Plattformen an. So beispielsweise Focus Online mit Focus Live und die View-Fotocommunity vom Magazin “View” (Stern).

Einen anderen Weg geht die neue Plattform augenzeuge.de. Auf dieser können Interessierte nicht nur Bilder zeigen sondern auch kostenlos vermarkten.

Die Fotos können online oder, wenn es schnell gehen muss, per MMS an den Dienst übermittelt werden. Eine Redaktion wählt anschließend die besten Fotos aus. Auch um Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte von z.B. Prominenten vorzubeugen.

Die eigentliche Vermarktung der eingesandten Bilder übernimmt die zu Grunder + Jahr gehörende Bildagentur Picture Press. Das Honorar für den Fotografen orientiert sich nach Angaben des Dienstes an die MFM-Tabelle. Die Teilung des Honorars ist mit 50:50 Marktüblich.

Ist an Ihnen gerade ein Tornado vorbeigezogen? Hatten Sie Ihre Kamera zur Hand? Haben Sie vielleicht gerade das Titelbild für morgen geschossen? Immer häufiger veröffentlichen Zeitungen und Zeitschriften Fotos, die nicht von Pressefotografen gemacht wurden. Viele einmalige Ereignisse werden in beeindruckenden Aufnahmen nur von Fotografen festgehalten, die nicht hauptberuflich für die Medien arbeiten. Aber auch sie verdienen es, mit ihren Fotos Geld zu verdienen.

Reuters und die Bildmanipulation

Aug 09

Reuters ist eine Agentur in einem harten Markt und muss Fotos und Nachrichten verkaufen. Und falls das Foto mal nicht aussagekräftig genug ist, muss mal mittels Software manchmal etwas nachgeholfen werden, um die Verkaufszahlen nach oben zu treiben.

Der libanesische Fotograf Adnan Hajj, der viele Jahre als freier Mitarbeiter für Reuters arbeitete, hat eine Aufnahme von der Bombardierung Beiruts etwas dramatisch aufgepeppt.

Mehr bei Telepolis oder bei myWay.

Readers Edition mit Fotoreportagen

Aug 08

In dem Community-Jounalism Projekt Readers Edition von der Netzeitung ist es nun auch möglich Bilder als News zu veröffentlichen:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Deswegen gibt es jetzt ein neues Feature der Readers Edition: Ab sofort kannst Du nicht nur Artikel in Readers Edition veröffentlichen, sondern auch spannende Fotoreportagen und Einzelbilder. Unter NEWS IN BILDERN kannst Du Erlebnisse und Eindrücke in Fotoserien schildern. dabei kommt es gar nicht auf die Menge der Bilder an. Manchmal ist schon ein einziges Motiv die Nachricht – der Zieleinlauf des Siegers, der Auftritt eines Künstlers oder ein ungewöhnliches Naturphänomen. Erzähle deine Nachricht in Bildern! Berichte über die größte Party in Deiner Stadt, die Demo der Bürgerinitiative vor Deiner Haustür oder den Sportwettkampf im Stadtion um die Ecke. Bei welchem denkwürdigenden Ereignis warst Du dabei? Zeig uns Deine Schnappschüsse! Schick und Deine News in Bildern!

Fraglich ist nur, wie die Moderatoren von Readers Edition den Strich zwischen erwähnenswerten Bildern und privatem Kram ziehen wollen. Aber bislang lief das ja auch ganz gut.

Der Autor

Bild des Autors Christian Beier

Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
Mehr zur Person …

In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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