IPTC in Photoshop und Aperture

Jun 12

Metadaten bzw. IPTC, das ist die Möglichkeit, Fotos mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Um diese Informationen in den Bildern zu hinterlegen, wird ein Programm benötigt, welches die Daten verarbeiten kann. Anbieten tut sich hier natürlich Photoshop oder auch das RAW-Verwaltungsprogramm Aperture von Apple. Leider benutzen die Programme für die selben Felder in den meisten Fällen unterschiedliche Bezeichnungen. Teilweise sind auch nicht immer alle Felder verfügbar.

Damit euch zumindest der Umstieg von Photoshop auf Aperture leichter fällt, hier eine Übersicht über die IPTC in den beiden Programmen.

Adobe Photoshop Apple Aperture
Beschreibung
Dokumenttitel Objektname
Autor Verfasserzeile
Autorentitel Titel der Verfasserzeile
Beschreibung Untertitel
Verfasser der Beschreibung Verfasser/Redakteur
Stichwörter Schlagwörter
Copyright-Vermerk Copyright-Hinweis
Copyright-Status ×
URL für … ×
IPTC-Kontakt
Ersteller Verfasserzeile
Berufsbezeichnung d. Erstellers Titel der Verfasserzeile
Adresse ×
Ort ×
Staat/Provinz ×
PLZ ×
Land ×
Telefonnummer ×
E-Mail ×
Website ×
IPTC-Inhalt
Überschrift Überschrift
Beschreibung Untertitel
Stichwörter Schlagwörter
IPTC-Themencode ×
Verfasser d. Beschreibung Verfasser/Redakteur
IPTC-Bild
Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Genre ×
IPTC-Szene ×
Motivort ×
Ort Ort
Staat/Provinz Bundesstaat
Land Ländername
ISO-Ländercode Länderkennung
IPTC-Status
Titel Objektname
Jobkennung Referenz der Original-Übertragung
Anweisungen Spezielle Anweisungen
Anbieter Lizenzinhaber
Quelle Quelle
Copyright-Vermerk Copyright-Hinweis
Nutzungsbedinungen ×

× = Feld ist Aperture nicht vorhanden.

Bildverwaltung mit IPTC

Jun 07

Im heutigen Zeitalter der digitalen Kameras und Fotohandys werden auf den Festplatten immer mehr Bilder angehäuft. Schon nach kurzer Zeit stehen die meisten Anwender vor dem Problem, den Überblick zu verlieren. Daher sollte man sich schon von Anfang an Gedanken über die Archivierung der Fotos machen. Eine Möglichkeit ist die Verschlagwortung der Bilder mit Metadaten wie Titel, Beschreibung und Keywords. Hierfür hat das standardisierte IPTC durchgesetzt.

Mit Hilfe von IPTC können Textinformationen in Bildern hinterlegt werden. Gespeichert werden die Daten in dem so genannten Header einer Datei. Sprich sie werden nicht direkt im Bild angezeigt sondern dafür wird ein extra Programm, welches die Anzeige der Daten unterstützt, benötigt. Derzeit unterstützen nur die beiden Dateiformate JPEG, TIFF und das »Digital Negative«-Format DNG von Adobe das Hinterlegen von Textinformationen.

Entwickelt wurde der Standard von der »International Press Telecommunications Council« (kurz IPTC) in Zusammenarbeit mit der NAA (Newspaper Addociation of America. Durch IPTC können leicht Titel, Autor, Copyright-Hinweise und Stichwörter in der Bilddatei gespeichert werden. Wer seine Bilder nach diesem Standard ordentlich beschriftet, hat eine bessere Übersicht über seine Aufnahmen und findet sie schneller.

Einige Angaben die im IPTC-Standard vorgesehen sind (Quelle: Wikipedia):

  • Caption (Beschreibung des Bildinhalts)
  • Keywords (Stichwörter)
  • Credit (Credit-Zeile, z.B. Name des Fotografen oder der Agentur)
  • Copyright (Copyright-Vermerk)
  • Object Name (Kurzbezeichnung des Fotos, kann Dateiname sein)
  • Created Date (Aufnahmedatum)
  • City (Aufnahmeort: Stadt)
  • Province State (Bundesland, Kanton)
  • Country (Staat)
  • Special Instructions (Sonstige Hinweise)
  • Byline (Autoren-/Fotografenangaben)
  • Category (Kategorie nach NAARTNDA)
  • Headline (Titel)
  • Source (Quelle)

Screenshop der Dateinformationen in Adobe Photoshop.

Da die Daten nicht direkt im Bild angezeigt und damit editiert werden können, wird ein spezielles Programm benötigt. Unter Windows unterstützen unter anderem Adobe Photoshop (Datei -> Informationen) bzw. Adobe Bridge und IrfanView die IPTC-Daten. Eine vollständigere Liste für Windows gibt es bei der Wikipedia. Unter Mac OS X kann ich neben Photoshop vor allem das Programm GraphicConverter (Apfel + I) empfehlen. Mit diesem Programm können Daten auch in mehreren Bildern gleichzeitig hinterlegt werden.

Grundsätzlich sollte man so viele Informationen wie möglich in einem Bild speichern. Und noch ein Tipp: Am besten hinterlegt man die Textinformationen in den Original-Dateien und Veränderungen werden in einer anderen Datei gespeichert. Denn einige Grafikprogramme vergessen leider die eingegebenen Textinformationen.

Anwender von dem Betriebssystem Mac OS X 10.4 alias Tiger haben einen besonderen Vorteil wenn es um das Wiederauffinden von Fotos geht. Die Desktop-Suche »Spotlight« durchsucht nämlich in Fotos auch den IPTC-Header und nimmt gefundene Informationen in den Index auf. Anwender von Windows können zum Beispiel Cumulus oder ThumbsPlus für die Archivierung ihrer Bilder verwenden. Beide Programme greifen ebenfalls auf die IPTC-Daten zurück.

Dieses Beitrag wurde schon einmal in meinem alten Weblog iBlogging veröffentlicht.

Der Autor

Bild des Autors Christian Beier

Ich bin Christian Beier, 25, ausgebildeter Mediengestalter, Usability-Experte und Ruby on Rails Entwickler aus Potsdam/Berlin.
Mehr zur Person …

In diesem Weblog schreibe ich über Webdesign, Webdevelopment, Social Media, Usability und auch etwas über die Fotografie.

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